Lepramuseum Münster, Medizinhistorisches Museum in Kinderhaus, Münster, Deutschland.
Das Lepramuseum befindet sich in einem Fachwerkhaus und zeigt die Geschichte der Leprabehandlung mit medizinischen Geräten, persönlichen Objekten von Patienten und Dokumenten aus verschiedenen Zeiträumen. Die Ausstellung ermöglicht Besuchern, nachzuvollziehen, wie sich die medizinische Praxis und der Umgang mit der Krankheit über Jahrhunderte hinweg verändert haben.
Das Gebäude steht auf dem Gelände eines Lepra-Hospitals, das 1333 gegründet wurde und sich zum medizinischen Versorgungszentrum für die Region entwickelte. Diese Institution prägte die Entwicklung des Viertels Kinderhaus nachhaltig und hinterließ architektonische sowie soziale Spuren in der Stadtgeschichte.
Die Ausstellungen des Museums zeigen die Entwicklung des Verständnisses und der Behandlung von Leprapatienten vom Mittelalter bis zu modernen medizinischen Fortschritten.
Das Museum ist an Sonntagen zugänglich, mit unterschiedlichen Öffnungszeiten je nach Jahreszeit. Besucher sollten das Haus mit seinen engen Treppen und niedrigen Decken berücksichtigen, was typisch für Fachwerkhäuser dieser Zeit ist.
Das Museum beherbergt Steinskulpturen von Lazarus und der heiligen Gertrud aus dem Jahr 1618, die einst Reisenden zeigten, wo sie spenden konnten, um Patienten zu unterstützen. Diese Werke geben Einblick in die damalige religiöse und soziale Unterstützung für die Kranken.
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