Hürther Waldsee, Tagebausee in Hürth, Deutschland.
Der Hürther Waldsee ist ein ehemaliger Tagebausee in der Nähe von Köln mit einer Fläche von etwa 11 Hektar und einer maximalen Tiefe von 8 Metern. Das Gewässer ist von einem jungen Mischwald umgeben und beherbergt zwei Inseln sowie Unterwasserdämme innerhalb seines Umlaufs.
Das Gewässer entstand 1988, als Grundwasser die verbliebene Grube einer Braunkohlenmine füllte, die von 1965 bis in die frühen 1980er Jahre betrieben wurde. Nach dem Abbau verwandelte sich die offene Grube schrittweise in den heutigen See mit seiner Vegetation.
Der See liegt in der Nähe des ehemaligen Zisterzienserklosters Marienborn und verbindet die Naturlandschaft mit historischen religiösen Stätten der Region. Besucher können diese Verbindung zwischen Wasser und kulturellem Erbe beim Spaziergang entlang der Wege nachvollziehen.
Der Zugang ist auf markierte Wanderwege beschränkt, da die Region unter Naturschutz steht und Badebetrieb sowie freier Zugang zum Ufer nicht gestattet sind. Besucher sollten die Wege einhalten und die Regeln für diese geschützte Naturlandschaft beachten.
Abendflüge von Fledermäusen sind ein häufiger Anblick über dem See, besonders bei Dämmerung. Die seltenen Orchideenarten wie das Fliegenorchidee und zahlreiche Süßwasserschnecken machen den Ort zu einem Hotspot für naturkundlich interessierte Besucher.
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