Burg Gleuel, Mittelalterliche Burg in Gleuel, Deutschland.
Burg Gleuel ist eine zweiflügelige, zweigeschossige Wasserburg aus weiß geschlämmten Ziegelsteinen, umgeben von Wassergräben des Gleueler Baches. Der sechsachsige Hauptflügel zur Straße hat einen mehrfach geschwungenen Treppengiebel und ist über eine von zwei Marmor-Löwen flankierte Brücke erreichbar; ein höherer vierachsiger abgewalmter Seitenflügel schließt über einen Treppenturm an. Nebengebäude fassen einen hufeisenförmigen Hof zusammen.
Burg Gleuel ist erstmals am 4. Juni 898 urkundlich belegt, als König Zwentibold von Lotharingien einen Salhof in Gleuel (Gloulo) mit zwölf weiteren Hufen und der Kirche an das Stift Essen schenkte. Mitte des 13. Jahrhunderts kamen Burg und Ort an das Kölner Domstift. Johann von Cölln aus einer Kölner Ratsherrenfamilie erwarb sie 1630 und baute 1632 die ursprünglich vierflügelige Anlage zur heutigen zweiflügeligen um, wie ein Giebelstein belegt. 1726 kam das Gut durch Erbkauf an das Domkapitel zurück, die Säkularisation brachte es 1802 in bürgerliche Hände.
Der Name Gleuel erscheint als Gloulo in einer Urkunde von 898. Im Inneren des Hauptgebäudes trägt der Rittersaal eine Kölner Decke mit den Wappen derer von Cölln und derer von Mülheim aus dem Jahr 1685. Der Saal dient gelegentlich für Konzerte der Konzertreihe Erftkreiszyklus, die reihum in den Herrenhäusern des Kreises veranstaltet werden.
Die Burg liegt in einem öffentlich zugänglichen Park in Gleuel, umgeben von den Wassergräben des Gleueler Baches; die Burg selbst ist in der Regel nicht zugänglich, da der Eigentümer dort wohnt und arbeitet. Sie öffnet für die Konzertreihe Erftkreiszyklus des Hürther Musikseminars und andere kulturelle Veranstaltungen. Der Zugang zum Haupteingang führt über eine Brücke mit zwei Marmor-Löwen.
Die Torbrücke wird von zwei Marmor-Löwen flankiert, und ein Giebelstein trägt die Jahreszahl 1632, als Johann von Cölln die vierflügelige Anlage zur heutigen zweiflügeligen umbaute. Der heutige Eigentümer wohnt selbst dort und unterhält in den Nebengebäuden ein kleines Oldtimermuseum.
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