Haus Bitz, Architekturdenkmal in Frechen, Deutschland
Das Haus Bitz ist ein ehemaliges Herrenhaus mit zwei Geschossen, fünf Fensterachsen, Mansarddach und angebautem Pächterhaus im Barockstil. Die Anlage war ursprünglich von zwei wassergefüllten Gräben umgeben und wird heute als Kunstgalerie mit Büroräumen genutzt.
Haus Bitz ist im 15. Jahrhundert als Sitz der Ritter von Hochsteden belegt, und ein Zehntregister von 1504 nennt die Brüder Wilhelm und Johann von Hemmerich als Besitzer. 1674 verkaufte Jacob von Palant das Haus an Sophia Neighausen, Witwe von Johann Hermann von Heinsberg, die es 1675 für 5800 Rheinische Taler an Philip von Heyringen weiterveräußerte. Von 1785 bis 1940 war die Familie von Fürstenberg Eigentümerin, dann erwarb die Gemeinde Frechen die Anlage; die Wirtschaftsgebäude wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört.
Der Name Bitz ist an die jülichsche Unterherrschaft Unterbachem gebunden, zu der das Gut gemeinsam mit Burg Bachem gehörte. Ab 1986 ließ der Kölner Galerist Michael Kewenig das Herrenhaus restaurieren und betrieb dort mit seiner Frau Jule eine über Köln und Frechen hinaus bekannte Galerie. Seit 2005 dient die Anlage als Hauptstandort eines Softwareunternehmens, seit Anfang 2018 wird das historische Haus wieder von einer Firma genutzt.
Der Hauptzugang liegt auf der Nordseite: Eine steinerne Bogenbrücke führt zu einem Gittertor, das westlich von einem kleinen Wachhäuschen mit gebrochenem Mansarddach flankiert wird. Der Wassergraben wird vom Bachemer Bach gespeist. Das Anwesen wird heute von einem Unternehmen genutzt, das Innere ist nicht öffentlich zugänglich; Brücke, Tor und Graben sind vom öffentlichen Weg aus zu sehen.
Die Bauten von 1990 nach Plänen von Oswald Mathias Ungers stehen auf den Grundmauern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Wirtschaftsgebäude, von denen nur Mauerreste übrig geblieben waren. Der auf klare geometrische Formen reduzierte Komplex umfasst eine Galeriehalle und ein Wohngebäude.
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