Schröderstift, Baudenkmal in Rotherbaum, Deutschland
Das Schröderstift ist ein Wohnkomplex aus drei Flügeln mit insgesamt 52 kleinen Wohnungen, entworfen vom Architekten Albert Rosengarten. Jede Wohnung verfügt über zwei Zimmer und eine Küche, angeordnet um eine zentrale Marmor-Kapelle mit Kupferkuppel.
Der Komplex wurde zwischen 1851 und 1852 von dem Hamburger Kaufmann Johann Heinrich Schröder errichtet, um alleinstehende Frauen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit Wohnraum zu versorgen. Die Initiative war eine Reaktion auf die sozialen Bedürfnisse der Stadt des 19. Jahrhunderts.
In der Kapelle des Komplexes treffen sich heute Gläubige der koptisch-orthodoxen und äthiopisch-orthodoxen Kirche. Der Ort zeigt auf einfache Weise, wie verschiedene religiöse Gemeinschaften den Raum heute nutzen und teilen.
Der Wohnkomplex wird seit 1981 durch Selbstverwaltung der Bewohner betrieben und funktioniert als registrierter Verein. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine private Wohnsiedlung handelt, wo Respekt vor den Bewohnern wichtig ist.
Die Marmor-Kapelle im Zentrum des Komplexes bildet einen symmetrischen Ankerpunkt und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Ihre kupferne Kuppel ist von außen deutlich sichtbar und dient als überraschende architektonische Besonderheit inmitten eines Wohnquartiers.
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