Schinderhanneshöhle, Bergbaustollen in der Hunsrück-Region, Deutschland
Die Schinderhanneshöhle ist ein Stollen in den Schiefergesteinen des Gaulbachtals bei Nack, der sich etwa 13 Meter in die Tiefe erstreckt. Der Eingang ist etwa 2,1 Meter hoch und führt in einen natürlich entstandenen Hohlraum, der sich langsam nach oben verjüngt.
Der Stollen wird mit Johannes Bückler verbunden, einem regionalen Ausreißer, der 1803 hingerichtet wurde und der Höhle ihren Namen gab. Diese Verbindung zur lokalen Vergangenheit hat das Merkmal des Ortes bis heute geprägt.
Der Stollen bleibt ein Zeugnis lokaler Folklore und verbindet Besucher mit den Geschichten von Schinderhannes und seinen kriminellen Aktivitäten.
Ein Besuch erfordert eine Taschenlampe, da das Innere völlig dunkel ist und keine Beleuchtung vorhanden ist. Der Stollen liegt in der Nähe von Wanderwegen und ist über mehrere Routen im Rhein-Hunsrück-Gebiet erreichbar.
Während des Ersten Weltkriegs diente der Stollen als Unterschlupf für einen Deserteur, was eine weitere Schicht zur Geschichte des Ortes als Zufluchtsort hinzufügt. Diese Episode zeigt, wie die Höhle über Generationen hinweg Menschen Schutz bot.
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