Ruine Wartenfels, Burgruine in Deutschland
Die Ruine Wartenfels ist eine Burgruine und archäologische Stätte in Presseck, die auf einem felsigen Höhenrücken etwa 490 Meter über dem Meeresspiegel thront. Heute sichtbar sind nur noch Reste eines runden Turms und ein in den Fels gehauener Graben, während die ursprüngliche Anlage aus einem Hauptbereich und einem unteren Abschnitt bestand, die auf verschiedenen Ebenen des Felsgrundes erbaut waren.
Die Burg wurde zwischen 1323 und 1327 von einem Ritter namens Reiwein von Wartenfels mit Genehmigung des Bamberger Bischofs erbaut und war ein Machtzentrum für die Familie. Die Geschichte wurde durch mehrere Zerstörungen geprägt: 1444 wurde sie während des Waldenfels-Krieges niedergebrannt, 1525 dann erneut während des Bauernaufstands beschädigt.
Der Name Wartenfels weist auf die Familie hin, die die Burg erbaute und hier herrschte. Der Ort wurde von lokalen Adelsfamilien als Machtsitz genutzt und prägte das Leben in der Region über Jahrhunderte hinweg.
Der Ort liegt auf einem schmalen Bergrücken mit steil abfallenden Hängen und ist zu Fuß von Presseck aus gut erreichbar. Die Ruine ist als Bodendenkmal geschützt und kostenlos zugänglich, ohne moderne Infrastruktur auf dem Gelände.
Doch was viele Besucher übersehen, ist die Tatsache, dass im Jahr 1332 eine kleine Kirche oder Kapelle auf dem Gelände stand, was die Bedeutung des Ortes als religiöses und weltliches Zentrum unterstreicht. Dieser Details zeigt, wie Burgen im Mittelalter nicht nur Festungen waren, sondern auch Orte für spirituelle Praktiken.
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