Schloss Bärnstein, Kulturdenkmal in Grafenau, Deutschland.
Schloss Bärnstein ist eine Burganlage, die auf einem Granitvorsprung etwa 100 Meter über der Klamm der Kleinen Ohe in Niederbayern thront. Die heutige Struktur entstand um 1890 und verbindet mittelalterliche Grundlagen mit neuzeitlichen Umbauten.
Die Burg entstand in den frühen 1100er Jahren durch die Adligen von Bernstein und kam 1207 unter die Verwaltung der Grafen von Hals. Sie durchlebte Jahrhundert voller Herrschaftswechsel und Zerstörungen, die ihre heutige Form prägten.
Die Kapelle des Schlosses wurde 1389 geweiht und zeigt die religiöse Bedeutung, die Burgen in der mittelalterlichen Gesellschaft Bayerns hatten. Besucher können heute noch sehen, wie Gebetsstätten in solchen Wehranlagen integral zum alltäglichen Leben der Burgbewohner waren.
Die Burganlage befindet sich auf einem steilen Granitfelsen, daher erfordert der Besuch Trittsicherheit und angemessenes Schuhwerk. Der Zugang kann je nach Wetter und Jahreszeit unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen, weshalb man die Bedingungen vor Ort prüfen sollte.
Während des Österreichischen Erbfolgekriegs wurde die Burg 1742 von Franz von der Trenck besetzt, geplündert und in Brand gesetzt. Dieses dramatische Ereignis hinterließ deutliche Spuren an den Strukturen, die noch heute sichtbar sind.
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