Oberweißbacher Bergbahn, Standseil- und Adhäsionsbahn in Thüringen, Deutschland
Die Oberweißbacher Bergbahn ist eine Schmalspurbahn in Thüringen, bestehend aus einem Standseilbahnteil und einem anschließenden Adhäsionsbahnabschnitt. Der Standseilbahnteil ist rund 1,35 km lang und überwindet dabei mehr als 300 Höhenmeter bei einer Steigung von 25 Prozent.
Der Bau der Bahn begann im September 1919 in Cursdorf, und im März 1923 wurde sie offiziell für den Personen- und Güterverkehr eröffnet. Seit 1982 steht die Anlage unter Denkmalschutz; nach einer umfangreichen Sanierung wurde sie 2002 wiedereröffnet.
Die Bergbahn ist eng mit dem Erbe Friedrich Fröbels verbunden, der im nahen Oberweißbach geboren wurde und das Konzept des Kindergartens entwickelt hat. Am Bergbahnhof beginnt ein Waldlehrpfad, der Kindern die Natur auf spielerische Weise näherbringt und an Fröbels pädagogische Ideen erinnert.
Die Bahn verbindet Obstfelderschmiede im Tal mit Lichtenhain oben auf dem Berg; von dort führt der Adhäsionsbahnabschnitt weiter nach Cursdorf. Am Bergbahnhof gibt es ein Besucherzentrum mit einem Maschinenmuseum, das einen Einblick in den Antrieb der Bahn gibt.
Die Standseilbahn ist die einzige in Deutschland, die reguläre Eisenbahnwagen auf einem Rollwagen die Steigung hinaufbefördert, sodass Güter und sogar Lokomotiven direkt zwischen Tal und Berg wechseln können. Die neuen Stütztürme wurden 1979 per Hubschrauber eingesetzt, da das Gelände für schwere Fahrzeuge zu steil war.
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