Reichenauer Hof, Mittelalterliches Kulturdenkmal in Ulm, Deutschland
Der Reichenauer Hof ist ein Gebäude in Ulm mit gotischen Elementen und einem Renaissance-Hof mit Arkaden an den Seiten. Die Struktur erstreckt sich parallel zur Donau und zeigt sowohl mittelalterliche als auch Renaissancearchitektur.
Das Gebäude war ursprünglich eine Siedlung des Reichenau-Klosters, wurde aber 1370 von Bürgermeister Ludwig Krafft zu einem Herrenhaus umgebaut. Später zog es auch Aufmerksamkeit von hohen Gästen an, was seine Bedeutung in der Stadt zeigt.
Der Minnesängersaal zeigt Wandmalereien aus dem späten 14. Jahrhundert mit mittelalterlichen Szenen von Menschen beim Feiern und Musizieren. Die Fresken vermitteln einen Eindruck davon, wie Ulmer Bürger damals ihre Zeit verbrachten.
Das Gebäude wird heute als Dienststelle der Bauaufsicht genutzt und wurde in den späten 1980ern grundlegend erneuert. Bei einem Besuch sollte man beachten, dass es als Verwaltungsgebäude funktioniert und nur bestimmte Bereiche zugänglich sind.
Kaiser Karl V hielt sich hier zwischen 1543 und 1552 mehrfach auf und verlieh dem Ort damit eine besondere Bedeutung. Diese Besuche einer der mächtigsten Personen Europas würdigen das Gebäude bis heute.
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