Schloss Wilhelmsthal, Rokoko-Schloss in Calden, Deutschland
Schloss Wilhelmsthal ist ein Rokoko-Schloss in der Nähe von Calden, in Nordhessen, mit einem dreiflügeligen Grundriss und reich verzierten Innenräumen, die französische Möbel, Stuckarbeiten und Wandvertäfelungen umfassen. Das Gebäude liegt inmitten eines weitläufigen Parks und diente einst als fürstliche Sommerresidenz.
Das Schloss wurde zwischen 1743 und 1761 unter Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel als Sommer- und Jagdresidenz erbaut. Es entstand in einer Zeit, in der der hessische Fürstenhof seinen Einfluss und Reichtum durch repräsentative Bauten zur Schau stellte.
Die Innenräume zeigen Möbel der Gebrüder Roentgen, zwei deutschen Handwerkern aus dem 18. Jahrhundert, deren Arbeiten neben französischen Stücken stehen. Wer durch die Räume geht, kann diesen direkten Vergleich zweier verschiedener Handwerkstraditionen aus derselben Epoche erleben.
Das Schloss ist nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen, die durch die fürstlichen Gemächer, die Dienstbotenräume und eine historische Küche führen. Der umliegende Park steht den Besuchern frei zugänglich und erfordert wegen seiner Größe bequemes Schuhwerk.
Das Schloss liegt am tiefsten Punkt seines Parks, was dem üblichen Bauprinzip widerspricht, bei dem ein Herrenhaus auf erhöhtem Gelände steht. Von dort aus strahlen die Wege fächerförmig nach oben aus, sodass man beim Spaziergang stets auf das Gebäude zurückblickt.
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