Schloss Schöneck, Mittelalterliche Burg in Boppard, Deutschland
Schloss Schöneck ist eine mittelalterliche Burg bei Boppard, die auf einem Felsvorsprung über der Ehrbach-Schlucht thront und aus einem trapezförmigen Kernbau, Außenbefestigungen und einem rechteckigen Turm besteht. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen, die dem natürlichen Gefälle des Hanges folgen.
Die Burg wurde um 1200 unter Konrad von Boppard, einem kaiserlichen Beamten, erbaut und blieb bis 1508 im Besitz seiner Familie. Danach wechselte sie mehrfach den Besitzer und wurde auf unterschiedliche Weisen genutzt, bis sie schließlich an die Wilhelm-und-Ida-Steinhausen-Stiftung überging.
Wilhelm Steinhausen, ein bekannter Maler, erwarb das Schloss 1910 und schuf dort zahlreiche Landschaftsgemälde sowie Porträts, die sein künstlerisches Schaffen prägten. Heute erinnern die Räume an diese kreative Phase und zeigen Spuren seiner Arbeit als Künstler.
Die Burg befindet sich in Privatbesitz und öffnet nur zu bestimmten Zeiten für Besucher, daher lohnt es sich, die Öffnungszeiten vorab zu überprüfen. Der Zugang über den Hang erfordert festes Schuhwerk, da die Wege uneben sein können.
Zwischen 1846 und 1848 diente die Burg als Milchkuranstalt, eine für ein mittelalterliches Gemäuer ungewöhnliche Nutzung. Der Maler Wilhelm Steinhausen erwarb sie 1910 und schuf hier viele seiner Werke, was dem Gebäude einen weiteren unerwarteten Charakter verlieh.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.