Sievertsche Tongrube, Naturschutzgebiet in Hummelsbüttel, Hamburg, Deutschland
Die Sievertsche Tongrube ist ein Naturschutzgebiet mit zwei verschiedenen Bereichen: einen See im nördlichen Teil und offene Flächen im Süden. Das Gelände zeigt freiliegende Erdschichten aus der Eiszeit und bietet Wegen zum Erkunden der Landschaft.
Das Gebiet wurde 1898 als Lehmgrube für eine Ziegelei angelegt und war bis in die 1950er Jahre aktiv, mit einer Unterbrechung während des Zweiten Weltkriegs. Nach der Schließung entwickelte sich das verlassene Gelände natürlich wieder und wurde später unter Schutz gestellt.
Der Ort ist seit seiner Unterschutzstellung 1986 wichtig für den Erhalt seltener Orchideenarten, die hier im Frühling blühen. Besucher können diese Pflanzen auf ihren Wanderungen beobachten und erleben, wie die Natur den ehemaligen Abbauort zurückerobert hat.
Man erreicht das Gelände über unbefestigte Wege von der Eekbalken-Straße, mit zusätzlichen Eingängen an der Poppenbütteler Weg und Gösselkoppel. Das Betreten ist jederzeit möglich, aber festes Schuhwerk wird empfohlen, besonders nach Regen.
Das Gelände enthält Schichten aus der Warmzeit vor der letzten Eiszeit, die von den Gletschern freigelegt wurden und seltene Einblicke in die Erdgeschichte bieten. Diese geologischen Formationen machen den Ort wissenschaftlich bedeutsam für die Erforschung der Klimageschichte der Region.
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