Herrenhaus Wellingsbüttel, Barockherrenhaus in Wellingsbüttel, Hamburg, Deutschland.
Das Herrenhaus Wellingsbüttel ist ein neunachsiger Barockbau, der um 1750 an der Alster errichtet wurde; 1757 fügte der Eutiner Hofbaumeister Georg Greggenhofer das Torhaus als Fachwerkbau hinzu. Das denkmalgeschützte Ensemble liegt im Naturschutzgebiet Alstertal, im Torhaus befindet sich das Alstertalmuseum.
Wellingsbüttel wurde am 10. Oktober 1296 erstmals urkundlich erwähnt, als die holsteinischen Grafen Adolf V. und Johann II. den Verkauf an das Kloster Harvestehude bestätigten. 1643 erhielt Kanzler Dietrich Reinking das Gut als Lehen und beanspruchte nach dem Westfälischen Frieden die Reichsunmittelbarkeit, die bis 1806 bestand. 1810 machte Herzog Friedrich Karl Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck es zum dänischen Kanzleigut mit eigener Gutsgerichtsbarkeit.
Das 1757 von Georg Greggenhofer, fürstbischöflichem Hofbaumeister aus Eutin, als Fachwerkbau errichtete Torhaus beherbergt heute das Alstertalmuseum. Dessen Ausstellungen gelten dem oberen Alstertal; Torhaus und Herrenhaus stehen gemeinsam als Baudenkmal am Alsterufer im Naturschutzgebiet Alstertal.
Das Gebäude ist heute ein privates Pflegeheim, daher sollten Besucher vorher überprüfen, ob ein Zutritt möglich ist und was erreichbar ist. Das Restaurant im Gebäude bietet eine Möglichkeit, die Stätte zu besuchen und gleichzeitig die historische Architektur zu erleben.
Friedrich Karl Ludwig, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, ein Vorfahr der britischen Königsfamilie, lebte und starb in diesem Herrenhaus. Diese Verbindung zur europäischen Königsfamilie verleiht dem Ort eine weniger bekannte historische Dimension.
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