Stadthaus, Renaissancegebäude am Marktplatz, Coburg, Deutschland
Das Stadthaus Coburg ist ein dreigeschossiges Renaissancegebäude mit zwei Eckrisaliten und einem Satteldach, das an der Nordseite des Marktplatzes steht. Die Fassade wird durch drei Dachgauben gegliedert, während die unteren Geschosse Geschäftsarkaden beherbergen.
Der Herzog Johann Casimir beauftragte den Bau zwischen 1597 und 1601 als Verwaltungsgebäude der Stadt. Das Haus wurde gegenüber dem alten Rathaus errichtet und dient seit 1957 als Sitz der städtischen Verwaltung.
Die Steinritter an den Giebelecken verkörpern Tugenden wie Gerechtigkeit, Hoffnung, Glaube und Liebe durch ihre skulpturale Ausgestaltung. Diese Figuren prägen das Erscheinungsbild des Platzes und erzählen von den Werten, die die Stadt zu jener Zeit vertreten wollte.
Das Erdgeschoss ist für Besucher zugänglich und beherbergt verschiedene Geschäfte, die man frei betreten kann. Die oberen Stockwerke dienen als Verwaltungsräume und sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich.
Zwei zweigeschossige polygonale Risalite ruhen auf dreiviertel-runden Säulen mit fünf trichterförmigen Gesimsen. Diese ungewöhnliche architektonische Lösung mit regionalen Wappendarstellungen macht das Gebäude zu einem Meisterwerk der Renaissance-Gestaltung.
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