Stadtresidenz Landshut, Renaissancepalast in Landshut, Deutschland.
Die Landshuter Residenz ist ein Renaissancepalast im Herzen der Altstadt von Landshut, bestehend aus einem deutschen und einem italienischen Gebäude, die durch Seitenflügel um einen Innenhof gruppiert sind. Der ältere deutsche Bau und der spätere italienische Flügel unterscheiden sich deutlich in ihrem Stil und ihrer Raumaufteilung.
Herzog Ludwig X. begann 1536 mit dem Bau des deutschen Flügels, bevor er nach einer Reise nach Mantua den Bau eines italienischen Flügels in Auftrag gab. Diese beiden Bauphasen spiegeln eine deutliche Verschiebung im Geschmack der damaligen bayerischen Herzöge wider.
Die Innenräume des Palastes sind mit Fresken von Hans Bocksberger dem Älteren ausgemalt, einem der bedeutendsten Maler seiner Zeit in Bayern. Besonders im italienischen Flügel lässt sich erkennen, wie stark der Einfluss norditalienischer Hofkultur auf die Raumgestaltung war.
Das Gebäude liegt im historischen Zentrum von Landshut und ist zu Fuß von der Altstadt aus gut erreichbar. Geführte Touren sind die übliche Art, die dekorierten Säle, die Kapelle und die Birkenfeld-Zimmer zu besichtigen, sodass ausreichend Zeit eingeplant werden sollte.
Die Birkenfeld-Zimmer bewahren frühe französische Tapeten aus der Zeit, als Graf Wilhelm von Birkenfeld-Gelnhausen dort wohnte, eine in deutschen Renaissancepalästen ungewöhnliche Dekoration. Diese Tapeten gelten als eines der frühesten erhaltenen Beispiele dieser Art in Bayern.
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