Stelzenhaus, Kulturdenkmal in Leipzig, Deutschland.
Das Stelzenhaus ist ein Gebäude in Leipzig, das auf über 100 massiven Betonsäulen steht und sich neben dem Karl-Heine-Kanal erhebt. Das Konstruktionssystem mit den Stützen unter dem Bauwerk ermöglichte es, die oberen Geschosse freizulegen und den Raum darunter offen zu halten.
Das Gebäude wurde zwischen 1937 und 1939 vom Architekten Hermann Böttcher errichtet und diente ursprünglich als Fabrik für gewellte Metallbleche. Nach dem Krieg wurde das Bauwerk umgenutzt und beherbergt heute Büros, Wohnungen und Künstlerateliers.
Das Haus trägt seinen Namen von den massiven Betonstützen, die wie Stelzen unter dem Gebäude sichtbar sind und das Bauwerk prägen. Diese markante Konstruktion ist heute noch deutlich zu erkennen und macht das Gebäude zu einem unverwechselbaren Merkmal in der Stadtlandschaft.
Das Gelände ist zu Fuß vom Stadtzentrum erreichbar und liegt direkt am Wasser des Kanals, wo man die Konstruktion von mehreren Blickwinkeln betrachten kann. Die beste Aussicht auf die Stützen erhält man, wenn man um das Gebäude herum spaziert und die verschiedenen Perspektiven nutzt.
Das ursprüngliche Fabrikgebäude wurde als Lagerhaus für Rohstoffe konzipiert und nutzte die offene Fläche unter den Stützen für Be- und Entladung. Diese praktische Lösung machte das ungewöhnliche Design zu einem funktionalen Vorteil für die industrielle Nutzung.
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