Konsumzentrale, Kulturdenkmal in Plagwitz, Leipzig, Deutschland.
Die Konsumzentrale Leipzig ist ein Gebäude mit verstärkter Betonkonstruktion und Klinkerziegel-Verblendung, das sich über 180 Meter entlang der Industriestrasse erstreckt. Die horizontalen Fensterbänder prägen das Gesamtbild und verleihen dem Bau seine charakteristische Silhouette.
Das Gebäude entstand zwischen 1929 und 1932 nach Entwürfen des Architekten Fritz Höger als Verwaltungssitz einer der größten Konsumgenossenschaften Deutschlands. Seine Erbauung fiel in die Zeit der Weimarer Moderne und prägte das Stadtbild Leipzigs nachhaltig.
Die Fassade zeigt typische Merkmale der Klinkerexpressionist-Architektur mit ihrer Schiffsbauer-Ästhetik, während Innenräume mit türkis-blauen Kacheln und karminroten Geländern die maritime Verbindung verstärken. Besucher können diese kühnen Gestaltungselemente heute noch in den erhaltenen Bereichen des Gebäudes wahrnehmen.
Das Gebäude liegt an der Industriestrasse 85-95 in Plagwitz und ist heute in restauriertem Zustand für Besuche zugänglich. Die Lage in der Nähe des Karl-Heine-Kanals ist ideal für einen Spaziergang durch die Kulturmeile Plagwitz.
Die Architektur ahmt die Form eines Ozeanliners mit Kommandobrücke nach, was durch die ehemals geplante Kanalverbindung zur See unterstrichen wurde. Diese ungewöhnliche Gestaltung macht es zu einem der markantesten Bauten des Expressionismus in Sachsen.
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