Waldfriedhof Halbe, Militärfriedhof in Halbe, Deutschland.
Das Waldfriedhof Halbe ist eine Begräbnisstätte auf sieben Hektar Waldfläche mit elf Grabfeldern, in denen etwa 24.000 Personen des Zweiten Weltkriegs bestattet sind. Die Gräber sind mit Granitmarkierungen gekennzeichnet, die sich durch die bewaldete Landschaft verteilen.
Im April 1945 starben mehr als 40.000 Menschen während der Schlacht um die Halbe Tasche, was zu vielen Massengräbern in der Gegend führte. Im Jahr 1951 wurden die verstreuten Überreste zentralisiert und auf diesem Friedhof neu bestattet, um einen würdigen Gedenkort zu schaffen.
Der Friedhof trägt den Namen des Geistlichen Ernst Teichmann, der die Umbettungen koordinierte und dem Ort eine wichtige Gedenkfunktion gab. Besucher erfahren durch Informationstafeln von der Arbeit jener Zeit, die aus Schmerz und Pflicht entstand.
Der Friedhof hat eine elektronische Führung für Besucher an der Ernst-Teichmann-Straße mit Informationstafeln, die den historischen Kontext des Ortes erklären. Der bewaldete Charakter des Geländes bedeutet, dass Besucher bequeme Schuhe und Schutz vor Wetter mitbringen sollten.
Ein lokaler Forscher setzt seine Arbeit fort, um in den umliegenden Wäldern Überreste zu finden und gefallene Soldaten anhand persönlicher Gegenstände zu identifizieren. Diese laufende Suchaktion zeigt, dass das Gedenkwerk des Friedhofs nie wirklich endet.
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