Greifenbachviadukt, Eisenbahnviadukt aus Stahl in Ehrenfriedersdorf und Geyer, Deutschland.
Der Greifenbachviadukt ist ein stählerner Eisenbahnviadukt im Tal des Greifenbachs zwischen Ehrenfriedersdorf und Geyer, der mit seinem Tragwerk aus Bogenträgern und Plattenbalken über die Schlucht führt. Die Konstruktion hat eine Spannweite von rund 180 Metern und überwindet eine Höhendifferenz von etwa 36 Metern, wodurch sie die Täler auf stabiler Weise verbindet.
Der Viadukt wurde zwischen 1904 und 1906 von der Firma Kelle & Hildebrandt erbaut und war Teil des Schmalspurbahnnetzes in Sachsen. Nach Jahrzehnten des Betriebs wurde die Strecke 1967 stillgelegt und die Brücke 1977 abgebaut.
Die Brücke war ein wichtiger Verkehrspunkt für die Bewohner der umliegenden Täler und ermöglichte regelmäßige Verbindungen zwischen abgelegenen Dörfern. Sie prägte das Landschaftsbild und erinnert heute noch an die Zeit, als die Schmalspurbahn das tägliche Leben dieser Region bestimmte.
Die Brücke kann heute von außen besichtigt werden, da die Bahnstrecke nicht mehr aktiv ist, wodurch ein Spaziergang durch das Tal zum Betrachtungsort möglich ist. Der beste Zugang erfolgt über Wanderwege in der Nähe von Geyer, die einen guten Blick auf die Struktur von unten und der Seite bieten.
Die Brücke brauchte 1924 bis 1925 Verstärkungsarbeiten, um schwerere Züge zu tragen, was ihre Langlebigkeit unter verändernden Anforderungen zeigt. Mit über 275 Tonnen Stahl und Windschutzwänden entlang der Seiten war sie eine beachtliche technische Leistung ihrer Zeit.
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