Italienische Kriegsgräberstätte Hamburg-Öjendorf, Militärfriedhof für italienische Soldaten in Öjendorf, Hamburg, Deutschland.
Die Italienische Kriegsgräberstätte Hamburg-Öjendorf ist ein Friedhof für über 5.800 italienische Soldaten in Hamburg. Die Gräber sind in fünf trapezförmige Abschnitte rund um ein hohes Kalksteinkreuz angeordnet, das der Bildhauer G. Kraemer gestaltete.
Nach der Kassibilischen Kapitulation von 1943 wurden italienische Soldaten, die sich weigerten, für Deutschland zu kämpfen, nach Hamburg gebracht. Sie wurden dort als Militärinternierte zur Zwangsarbeit eingesetzt.
Die Gräber tragen italienische Inschriften mit Namen, Militärrängen und Zivilbezeichnungen. Besucher sehen hier eine stille Gedenkstätte, die italienische Soldaten ehrt, die fern der Heimat starben.
Der Friedhof ist fußläufig erreichbar und bietet ruhige Wege zum Spazieren. Die beste Zeit zum Besuchen ist während der wärmeren Monate, wenn das Gelände vollständig zugänglich ist.
Seit 1999 können Familien ihre verstorbenen Angehörigen mit Genehmigung nach Italien umbestatten lassen. Bislang wurden etwa 20 Repatriierungen durchgeführt.
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