Goldenes Kreuz, Mittelalterlicher Patrizierturm am Haidplatz, Regensburg, Deutschland
Das Goldene Kreuz ist ein mittelalterliches Stadthaus am Haidplatz in Regensburg, das sich über mehrere Stockwerke erhebt und mit einem steilen Giebeldach mit Zinnen abschließt. Ein dreigeschossiger Anbau auf der Seite ergänzt den ursprünglichen Baukörper und zeigt das Haus als ein Ensemble aus verschiedenen Bauphasen.
Das Gebäude stammt aus der Zeit, als Regensburg zu den bedeutendsten Handelsstädten des deutschsprachigen Raums zählte. Im frühen 16. Jahrhundert erweiterten die damaligen Besitzer das Haus und versahen es mit Familienwappen, die den wachsenden Einfluss der Kaufmannsdynastien sichtbar machten.
Der Name des Hauses geht auf ein Kreuzreliquiar zurück, das einst im Gebäude aufbewahrt wurde. Solche Reliquien verliehen einem Stadthaus eine besondere Würde und zeigten den Anspruch des Besitzers auf religiösen wie gesellschaftlichen Rang.
Das Gebäude fungiert heute als kleines Hotel und lässt sich von außen jederzeit besichtigen, da es direkt am Haidplatz liegt, einem der belebten Plätze der Altstadt. Die Fassade mit ihren Wappen ist gut sichtbar und leicht zu Fuß von der übrigen Innenstadt aus zu erreichen.
Im Inneren des Hauses befindet sich eine Kapelle, die dem Heiligen Leonhard geweiht ist und in die Privaträume integriert wurde. Solche Hauskapellen in Kaufmannshäusern sind im mittelalterlichen Städtebau selten erhalten geblieben.
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