Gut Amalienruh, Gutshof mit Barockresidenz in Sülzfeld, Deutschland
Gut Amalienruh ist ein Gutshof in Sülzfeld mit einem zweigeschossigen verputzten Fachwerkschloss aus dem 18. Jahrhundert, umgeben von einem geparkten Gelande mit Stallungen, Schmieden und mehreren Nebengabauben. Die Anlage wird heute als Gaststaette genutzt und erinnert mit ihren Teichen und der erhaltenen Infrastruktur an die einstige Bedeutung als funktionierendes Landwirtschaftszentrum.
Das Landgut wurde erstmals 1151 urkundlich erwahnt, doch wurde es wahrend des Dreissigjahrigen Krieges zerstort. Die heutige Anlage geht auf den Wiederaufbau durch Herzogin Elisabeth Sophie von Sachsen-Meiningen im Jahr 1718 zuruck.
Zwischen 1904 und 1920 war Gut Amalienruh Schauplatz eines besonderen Experiments: Hier lehrte Baronin Elisabeth von Pawel-Rammingen Frauen aus der Landwirtschaft praktisches Wissen, das ihnen sonst verwehrt blieb. Besucherinnen können heute noch spüren, wie dieser Ort Frauen befähigte, sich in einem männerdominierten Bereich Einfluss zu sichern.
Das Gelande ist heute als Gaststaette und Gasterlebnisstaette eingerichtet, daher sollten Besucher mit Offnungszeiten rechnen und auch beachten, dass manche Bereiche begrenzt zuganglich sind. Der beste Zugang zum Gelande erfolgt uber den Haupteingang, und man sollte festes Schuhwerk mitbringen, da die Grund naturbelassen sind.
Besonderheiten sind die teilweise Nutzung von Pferden für Hofarbeiten und ein Garten, der nach historischen Methoden bewirtschaftet wird. Dies gibt Besuchern Einblick in handwerkliche Techniken vergangener Zeiten, die sich hier bis heute erhalten haben.
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