Burgruine Henneberg, Mittelalterliche Burgruine in Meiningen, Deutschland
Burg Henneberg ist eine Burgruine in Meiningen auf rund 510 Meter Höhe, mit erhaltenen Abschnitten des Ringwalls, Resten eines Palas und einem teilweise erhaltenen Turm. Das Gelände zeigt deutlich den Grundriss einer mittelalterlichen Burg mit Wohn- und Wehrbereichen.
Die Burg ist erstmals 1096 mit Graf Godebold II. und seinem Bruder Poppo von Henneberg urkundlich erwähnt. Um 1220 bis 1274 wurde sie großzügig umgebaut, wobei der heutige Bergfried, ein Palas und ein großer Teil der Ringmauer neu entstanden. Im Mai 1525 nahm der Bildhäuser Bauernhaufen die Burg ein und plünderte sie; nach dem Aussterben der männlichen Linie 1583 wurde sie weitgehend abgebrochen.
Die Grafen von Henneberg haben dieser Region ihren Namen gegeben, und die Ruine erinnert noch heute daran. Wer durch das Gelände läuft, sieht Mauerreste, die einst den Mittelpunkt eines ganzen Herrschaftsgebiets bildeten.
Der Weg steigt an der Westseite des Berges an, durchquert das um 1935 ergrabene erste Tor und führt durch den Zwinger zum Tor 2 in der Nordostecke. Der Untergrund ist uneben, feste Schuhe sind daher sinnvoll. Dass der um 1880 ergänzte Turm bestiegen werden kann, ist in den Quellen nicht belegt.
Der um 1880 ergänzte Turm ist nicht der mittelalterliche Bergfried, an dem bereits seit 1576 systematisch abgebrochen wurde. Im Mai 1525 wurde die Burg vom Bildhäuser Bauernhaufen während der fränkischen Bauernerhebungen kampflos eingenommen und geplündert; das Ausmaß der Schäden ist unklar.
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