Renaissanceschloss Neunkirchen, Renaissanceschloss-Ruinen in Neunkirchen, Deutschland.
Das Renaissanceschloss Neunkirchen war eine vier-flügelige Anlage mit quadratischem Grundriss, eckigen Rundtürmen und einem inneren Hof. Die Struktur ragte prominent zwischen den heutigen Straßenzügen auf und prägte das damalige Stadtzentrum.
Das Schloss wurde ab 1575 unter Christian Stromeyer errichtet und diente den Fürsten von Nassau-Saarbrücken als Residenz. Seine Fertigstellung erfolgte etwa ein Jahrzehnt später und markierte einen Höhepunkt des Burgenbaus in der Region.
Das Schloss folgt einer französischen Architektur-Tradition, die sich in seiner Grundkonzeption widerspiegelt. Diese Bauweise war für die damalige Zeit in dieser Region ungewöhnlich und prägte das Stadtbild nachhaltig.
Die Überreste befinden sich am Obermarkt zwischen Irrgartenstraße und Rödelsgasse, teilweise unter dem heutigen Pub verborgen. Besucher können die sichtbaren Grundmauern und Turmreste erkunden, die das ursprüngliche Ausmaß der Anlage vermitteln.
Bei Grabungen 1989 wurden Fundamentsegmente des südwestlichen Eckturms freigelegt und die 1995 entdeckte Wasserleitung zeigt die technische Ausstattung der Anlage. Diese Funde vermittelten detaillierte Einblicke in die alltägliche Infrastruktur des Schlosses.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.