Stummsche Kapelle, Neugotische Kirche in Neunkirchen, Deutschland.
Die Stummsche Kapelle ist ein Kirchengebäude im neugotischen Stil in Neunkirchen mit charakteristischen Spitzbögen, Kreuzrippengewölben und einem roten Sandsteingesicht. Der Bau wird von einem Giebeldachturm gekrönt, der die vertikale Wirkung des gesamten Bauwerks unterstreicht.
Der Bau entstand zwischen 1852 und 1854 nach Entwurf des Stadtrchitekten Mathias Mussweiler und sollte der Industriellenfamilie Stumm als Privatkapelle dienen. Das Gebäude markiert den Anfang der neugotischen Bauweise in der Saarregion und zeigt die Hinwendung zu historisierenden Stilen in dieser Zeit.
Die Kapelle trägt den Namen der Familie Stumm, die sie als Privatkapelle nutzte und damit ihre Bedeutung in der lokalen Gesellschaft unterstrich. Besucher können noch heute die Verbindung zur Industriegeschichte der Region erkennen, die das Aussehen und die Ausstattung des Gebäudes prägte.
Die Kapelle befindet sich im Zentrum von Neunkirchen und ist zu Fuss leicht erreichbar. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten Mitte der 1980er Jahre ist das Gebäude in gutem Zustand und die Besichtigungsmöglichkeiten sind von aussen jederzeit gegeben.
Das Gebäude stand ursprünglich in einem englischen Landschaftsgarten, der den privaten Raum der Familie wirkungsvoll inszenierte. Die Dachziergüsse aus Gusseisen wurden in den benachbarten Werkstatten von Neunkirchen gefertigt und zeigen die Verflechtung von Architektur und Lokaler Industrie.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.