Synagoge Lindenstraße, Konservative Synagoge in Kreuzberg, Berlin, Deutschland
Die Synagoge Lindenstraße war ein Gebetshaus im Berliner Bezirk Kreuzberg, das 1891 mit einer markanten Kuppel und romanischen sowie gotischen Fassadenelementen errichtet wurde. Das Gebäude zeigte eine sorgfältige architektonische Gestaltung mit diesen gemischten Stilmerkmalen.
Das Gebäude entstand 1891 als Ausdruck des wachsenden jüdischen Gemeindelebens in Berlin und wurde später während der Novemberpogrome 1938 beschädigt. Der Zerstörung während des Krieges 1945 folgte schließlich die Vernichtung durch Luftangriffe.
Der Name "Lindenstraße" bezieht sich auf die Straße, in der die Synagoge stand, eine typische Berliner Adresse im Arbeiterviertel Kreuzberg. Heute können Besucher an dieser Stelle die Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in diesem Stadtteil nachvollziehen.
Der Gedenkort befindet sich heute integriert in ein modernes Verwaltungsgebäude an derselben Stelle, wo Besucher die Geschichte nachvollziehen können. Drei Gedenktafeln im Hof erinnern an das ursprüngliche Gebäude und die hier vergangenen Ereignisse.
Das ursprüngliche Gebäude beherbergte eine Orgel von Wilhelm Sauer mit drei Manualen und 42 Registern, die 1914 von E.F. Walcker auf 52 Register erweitert wurde. Diese Orgel war ein besonderes Merkmal des Innenraums und zeugte von der handwerklichen Qualität der damaligen Zeit.
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