Kommende Süpplingenburg, Mittelalterliche Kommende in Süpplingenburg, Deutschland.
Die Kommende Süpplingenburg ist eine mittelalterliche Kommende mit einer Kirche, die auf einer Insel liegt, die der Fluss Schunter zwischen Königslutter und Helmstedt bildet. Die gesamte Anlage nimmt eine strategische Position in der Landschaft ein und zeigt die ursprüngliche Aufteilung von Wehrbau und religiösem Zentrum.
Das Gelände entstand um 1130 als Stiftung und wurde bald darauf 1173 an die Tempelritter übergeben, die hier einen ihrer wichtigsten Sitze etablierten. Nach der Auflösung des Templerordens 1357 ging die Anlage an die Johanniter über.
Die St.-Johannis-Kirche trägt noch heute den Namen der ursprünglichen Kapelle und zeigt Merkmale der romanischen Architektur, die für diese Zeit typisch waren. Pilger und Besucher können hier die bau- und kunsthistorischen Spuren eines wichtigen religiösen Ortes nachvollziehen.
Die Kommende ist über die Bundesstraße 1 oder über die Anschlussstelle Rennau der Bundesautobahn 2 zu erreichen. Das Gelände liegt in einer flachen, durch Flussläufe geprägte Landschaft, die zu Fuß gut zu erkunden ist.
Im Jahr 1964 wurden durch archäologische Ausgrabungen unterirdische Reste der ursprünglichen Befestigungsanlage freigelegt, die Hinweise auf eine quadratische Grundform geben. Diese Funde zeigen, dass die Anlage deutlich größer und komplexer war als die heutigen sichtbaren Reste vermuten lassen.
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