Hiobs-Hospital, Wohnstift in Borgfelde, Hamburg, Deutschland.
Das Hiobs-Hospital ist ein vierspitziges Wohnstift aus Backstein im Hamburger Bezirk Borgfelde mit einem zusammenhängenden Innenhof. Die 1884 von Manfred Semper und Karl Friedrich Phillip Krutisch entworfene Anlage besteht aus vier Flügeln, die symmetrisch um den zentralen Bereich angeordnet sind.
Das Haus entstand 1505 ursprünglich für Patienten mit Syphilis in der Nähe des Spitalertores und war ein Ort für Medizin und Linderung. Nach etwa 300 Jahren veränderte sich 1824 sein Auftrag grundlegend, als es sich in ein Wohnheim für ältere Frauen verwandelte.
Der Name "Hiobs-Hospital" verweist auf die biblische Figur Hiob und seine Leiden, was die ursprüngliche Aufgabe des Hauses als Pflegeplatz für kranke Menschen widerspiegelt. Heute nutzen ältere Frauen die Gemeinschaftsräume und den Hof, wo sich das Leben dieser Bewohner abspielt.
Das Gelände ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und liegt zentral im Hamburger Stadtteil Hamburg-Mitte. Die Einrichtung ist mit lokalen Pflegediensten verbunden und bietet älteren Frauen Unterkunft und Betreuung.
Ein mittelalterliches Kruzifix aus dem Original-Hospitalgebäude von etwa 1420 wird heute im Museum der Stadt Hamburg bewahrt. Dieses Artefakt ist ein seltenes Überbleibsel aus den frühesten Jahren des Hauses und zeigt die religiöse Bedeutung, die es damals hatte.
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