Klingerhaus, Kulturdenkmal in Leipzig, Deutschland
Das Klingerhaus ist ein vierstöckiges Eckgebäude in Leipzig an der Petersstrasse und Schlossgasse. Das Bauwerk zeigt an den oberen Geschossen reich verzierte Travertinfassaden mit Dachgauben und einer turmartigen Ecke, während die unteren Stockwerke mit separaten Eingängen für Einzelhandelsnutzung ausgestattet sind.
Das Gebäude entstand 1887 auf Initiative des Seifenfabrikanten Heinrich Louis Klinger, der das Grundstück 1858 erworben hatte und den Architekten Arwed Rossbach mit dem Entwurf beauftragte. Das Haus war Ausdruck des wachsenden Wohlstands der Leipziger Kaufleute und ihrer Ambitionen zur repräsentativen Gestaltung ihrer Geschäftsgebäude.
Das Gebäude zeigt an seinen oberen Stockwerken aufwändige Travertindekorationen, während Erdgeschoss und erstes Obergeschoss einfach gestaltet sind. Diese Aufteilung spiegelt wider, wie die Nutzung zwischen repräsentativer Fassade und praktischem Handel getrennt war.
Das Gebäude befindet sich in zentraler Lage an der Ecke Petersstrasse 48 und Schlossgasse, was es leicht erreichbar macht. Die separaten Eingänge zu verschiedenen Ladenlokalen ermöglichen es Besuchern, die Erdgeschosszone aus verschiedenen Blickwinkeln zu erkunden.
Eine Besonderheit des Hauses ist die dreigeschossige Eckprojektion mit einer turmartigen Überbauung, die das Gebäude von anderen Leipziger Kaufmannshäusern unterscheidet. Diese markante Architekturform machte das Gebäude zu einem lokalen Erkennungszeichen in der Innenstadt.
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