Merkurhaus, Geschäftsgebäude in Leipzig, Deutschland
Merkurhaus ist ein sechsstöckiges Geschäftsgebäude in Leipzig mit etwa 450 schmalen Fenstern aus Muschelkalkstein und zwei erkerartigen Vorbuten an der Markgrafenstraße und Schlossgasse. Das Gebäude beherbergt heute verschiedene Einzelhandelsgeschäfte und Büros, darunter einen dm-Drogeriemarkt und das Servicecenter der städtischen Verkehrsbetriebe.
Das Gebäude wurde 1937 nach Entwürfen von Architekt Karl Fezer errichtet und ersetzte das jüdische Kaufhaus Polich während der Arisierungszeit des Nationalsozialismus. Der Name stammt von einer Merkurstatue, die das Vorgängergebäude krönte, in dem 1898 Deutschlands erste Rolltreppe installiert worden war.
Das Haus verkörpert die Neue Sachlichkeit und verbindet funktionalistische Formen mit den klassischen Elementen aus Barock und Renaissance, die das Stadtbild Leipzigs prägen. Diese architektonische Sprache spiegelt wider, wie moderne Gebäude ihrer Zeit dennoch in die historische Umgebung eingepasst wurden.
Das Gebäude ist leicht zugänglich und befindet sich in zentraler Lage mit mehreren Eingängen zu den verschiedenen Läden und Dienstleistungen im Inneren. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten je nach Mieter unterschiedlich sind, besonders zwischen Einzelhandel und Behördeneinrichtungen.
Die ursprüngliche Merkurstatue, nach der das Gebäude benannt wurde, war ein markantes Erkennungszeichen auf dem früheren Kaufhaus und symbolisierte dessen Verbindung zum Handelsgeist. Die Geschichte der ersten Rolltreppe Deutschlands in diesem Vorgängerbau zeigt Leipzigs Rolle bei der Einführung moderner Einzelhandelstechnologien im 19. Jahrhundert.
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