Rakotzbrücke, Teufelsbrücke im Kromlauer Park, Deutschland
Die Rakotzbrücke ist ein halbkreisförmiger Bogen im Landschaftspark Kromlau in Sachsen, der sich über 35 Meter aus dunklen Basaltsteinen aus der Sächsischen Schweiz und Feldsteinen spannt und als bewusster Blickfang angelegt wurde. Die Konstruktion überspannt den Rakotzsee und bildet mit ihrer Krümmung einen zentralen Punkt der Parkanlage.
Nach dem Kauf des Gutes Kromlau im Jahr 1842 ließ Friedrich Hermann Rötschke diese Zierbrücke zwischen 1863 und 1882 als Teil einer umfassenden Parkentwicklung errichten, die exotische Bepflanzungen und künstliche Grotten umfasste. Die Arbeiten erforderten jahrzehntelange Planung und präzise Steinmetzarbeiten für die angestrebte symmetrische Form.
Der Name Teufelsbrücke stammt aus einer mittelalterlichen Überlieferung, nach der Baumeister bei technisch anspruchsvollen Projekten auf dämonische Hilfe zurückgriffen, weil menschliches Können allein für solche Konstruktionen nicht auszureichen schien.
Der Eintritt zum Gelände ist frei, und in der Nähe des Eingangs zum Azaleen- und Rhododendrenpark am Alten Schloss 11 stehen Parkplätze zur Verfügung. Die Brücke darf zum Schutz der Struktur nicht betreten werden.
Das Spiegelbild im ruhigen Seewasser vervollständigt den Halbkreis zu einem perfekten Ring, ein optischer Effekt, den der Erbauer durch präzise Berechnungen der Bogenkrümmung bewusst geplant hat. Dieser visuelle Eindruck entsteht nur bei windstiller Wasseroberfläche und verändert sich mit dem Lichteinfall im Tagesverlauf.
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