Maribo Abbey, Mittelalterliche Klosterruinen in Maribo, Dänemark
Maribo Abbey ist die Ruine eines einstigen Braunstein-Klosterkomplexes in der Stadt Maribo mit gotischer Architektur und roten Ziegelmauern. Die ehemalige Abteikirche funktioniert heute als Maribo Kathedrale und zeigt das Kirchenschiff und die hohen Seitenschiffe unter einem gemeinsamen Dach.
Die Königin Margarethe I. stiftete das Kloster 1416 als Dänemarks erstes Bridgettiner-Kloster und berief Mönche aus dem schwedischen Vadstena Kloster. Das Kloster prägte das religiöse Leben der Region für Jahrhunderte als eines der wichtigsten monastischen Zentren.
Die Abtei war ein Doppelkloster, in dem Nonnen und Kleriker in getrennten Bereichen lebten und zusammen in der Kirche beteten. Diese Aufteilung war ungewöhnlich und zeigt, wie die Bridgettiner-Regel hier umgesetzt wurde.
Der Ort bietet die Möglichkeit, sowohl Ruinen als auch das aktive Kirchengebäude zu erkunden, das als Kathedrale genutzt wird. Besucher können sowohl die architektonischen Details der gotischen Struktur als auch die späteren künstlerischen Ergänzungen wie Barockausstattung betrachten.
Die Kirche folgt einer ungewöhnlichen Anordnung, bei der der Chor am westlichen Ende steht, nicht wie üblich am östlichen Ende. Dies war eine bewusste Entscheidung, die der hl. Birgitta-Regel entspricht, wonach die heiligste Stelle des Heiligtums anders ausgerichtet sein sollte.
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