Copenhagen Waterworks, Industrielle Wasseranlage in Studiestræde, Dänemark
Die Kopenhagener Wasserwerke bestehen aus mehreren Gebäuden mit gelben Ziegeln, gewölbten Fenstern und Schieferdächern, wobei eine zentrale Pumpstation das Herzstück bildet. Ursprünglich funktionierte die Anlage, um Wasser aus den umliegenden Seen und dem Grundwasser zu fördern und über ein Hochbehälter im Søndermarken in der ganzen Stadt zu verteilen.
Die Anlage wurde 1859 gegründet und war Dänemarks erste Wasseraufbereitungsanlage, errichtet als direkte Reaktion auf den Ausbruch von Cholera im Jahr 1853. Die Gründung markierte einen Wendepunkt im Umgang mit städtischer Hygiene und öffentlicher Gesundheit in Kopenhagen.
Das Pumpehuset, ein umgebauter Maschinenraum, ist heute ein Veranstaltungsort für Live-Musik und zieht regelmäßig Besucher an. Die Umnutzung zeigt, wie historische Industriegebäude zu sozialen Treffpunkten werden können.
Die Gelände können zu Fuß erkundet werden, da verschiedene Teile heute öffentlich oder als Kindertagesstätte zugänglich sind. Am besten besucht man den Ort tagsüber, um die Architektur und die Umgebung angemessen zu sehen.
Ein britisches Unternehmen namens Cochrane & Co entwarf das Wassersystem, während der dänische Architekt Niels Sigfred Nebelong die einzelnen Gebäude gestaltete. Die Pumpstation arbeitete bis 1951 und prägt bis heute das Stadtbild mit ihren charakteristischen gelben Backsteinfassaden.
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