Shell House, Büro- und Wohngebäude in Kopenhagen, Dänemark.
Shell House ist ein Buro- und Wohngebaeude an der Kreuzung von Kampmannsgade und Nyropsgade im Zentrum Kopenhagens. Das Bauwerk erstreckt sich ueber mehrere Geschosse und zeigt eine charakteristische Fassade mit eingezogenen Fenstern und markanten Rippen.
Der Komplex wurde zur Nazi-Besatzungszeit Hauptquartier der Gestapo, bis britische Luftstreitkraefte ihn 1945 in einem Zielangiff bombardierten. Der Angriff war allerdings nicht ohne tragische Folgen fuer die Zivilbevoelkerung in der unmittelbaren Umgebung.
Das Haus zeigt modernistische Merkmale, die nach dem Krieg einen Neubeginn in der dänischen Architektur markierten. Die Fassade mit ihren charakteristischen gerillten Rippen prägt bis heute das Straßenbild und ist ein sichtbares Zeichen dieser historischen Übergangszeit.
Das Gebaeude befindet sich in zentraler Lage, erreichbar durch die nahe gelegene Vesterport-Bahnstation. Besucher sollten beachten, dass es sich um ein aktiv genutztes Buro- und Wohnhaus handelt, das nicht frei zugaenglich ist.
Eine Gedenktafel mit eingraviertem Stein an der Stelle ehrt 86 Kinder und 18 Erwachsene, die bei Bombenangriffen starben, als ein benachbartes katholisches Kindergarten getroffen wurde. Diese Plakette wird oft uebersehen, obwohl sie einen der tragischsten Momente in Kopenhagens Kriegsgeschichte dokumentiert.
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