Laghouat, Oasenstadt im nördlichen Zentrum Algeriens
Laghouat ist eine Oasenstadt im zentralen Norden Algeriens, die sich an der Grenze zwischen der Sahara-Wüste und dem Sahara-Atlas erstreckt. Die Stadt liegt auf zwei Hügeln nahe dem Berg Tizigarine und wird durch Bewässerungssysteme versorgt, die von drei Dämmen am Fluss Wadi Mzi gespeist werden.
Die Siedlung wurde im 11. Jahrhundert von Banū Hilāl-Stämmen gegründet und war danach unter marokkanischer, türkischer und französischer Herrschaft. Das Gebiet erlangte 1962 mit der algerischen Unabhängigkeit seine politische Autonomie.
Die Stadt bewahrt traditionelle Saharische Architektur auf ihrem nördlichen Hügel, einschließlich der Kathedrale des Bischofs der Sahara, wo lokale Handwerker Wandbehänge und Wollteppiche herstellen und diese Handwerkstradition prägt das tägliche Leben.
Besucher sollten die Stadt am besten in den kühleren Monaten erkunden, da die Sommerhitze intensiv ist und die Infrastruktur begrenzt sein kann. Eine frühe Ankunft am Tag ermöglicht es, die beiden Hügel vor den heißesten Stunden zu besichtigen und lokale Handwerker bei ihrer Arbeit zu beobachten.
Unter der Region Hassi R'Mel verborgen liegen die zweitgrößten Erdgasreserven Afrikas, die für Algeriens Energiesektor entscheidend sind. Diese unterirdischen Ressourcen prägen das wirtschaftliche Gewicht des Ortes, obwohl sie für Reisende unsichtbar bleiben.
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