Timgad, Römische archäologische Stätte im Nordosten Algeriens
Timgad ist eine römische archäologische Stätte in der Gemeinde Timgad im Nordosten Algeriens, deren rechteckiger Grundriss sich deutlich in der Landschaft abzeichnet. Die Stätte zeigt den vollständigen Plan einer römischen Kolonialstadt mit Hauptstraßen, öffentlichen Gebäuden und Wohnvierteln, die sich über die ursprüngliche Quadratform hinaus entwickelt haben.
Die Kolonie entstand im Jahr 100 auf Anweisung des Kaisers Trajan als Stützpunkt für entlassene römische Soldaten an der Grenze zur Sahara. Die Stadt wuchs über die nächsten Jahrhunderte, bevor sie im 7. Jahrhundert nach mehreren Angriffen verlassen wurde.
Das Theater bietet auch heute noch einen Einblick in die Unterhaltung der römischen Kolonie und zeigt, wie Bewohner aus verschiedenen Regionen zusammenkamen. Die gut erhaltenen Bäder und Latrinen verdeutlichen den hohen Standard des städtischen Lebens, den Rom selbst im fernen Nordafrika verwirklichen wollte.
Das Gelände kann bei jedem Wetter besucht werden, obwohl die Sonne im Sommer stark ist und Schatten selten bleibt. Feste Schuhe helfen auf den Steinwegen, die manchmal uneben sind.
Die Bibliothek gehörte zu den größten im gesamten römischen Nordafrika und zeigt noch die Nischen für Schriftrollen an den Wänden. Die Inschriften auf vielen Steinen sind gut erhalten und ermöglichen es, Namen und Widmungen aus der Römerzeit zu lesen.
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