Anou Ifflis, Natürliche Höhle in der Provinz Bouira, Algerien.
Anou Ifflis ist ein ausgedehntes Kalksteinhöhlensystem in der Djurdjura-Gebirgskette mit etwa 3.200 Metern Gangstrecken, die sich bis etwa 805 Meter unter der Oberfläche erstrecken. Das Höhlensystem besteht aus mehreren miteinander verbundenen Passagen und Schächten verschiedener Größe und Form.
Die erste wissenschaftliche Erforschung erfolgte 1933 durch die Entdecker Fourastier und André Belin, die ihre geologischen Besonderheiten dokumentierten. Diese frühen Untersuchungen legten den Grundstein für das spätere Verständnis der Höhlensysteme in dieser Region.
Der Höhle ist ein Ort von Bedeutung für die Bergsteiger aus der Kabylie-Region, die über Generationen hinweg ihre Erfahrungen mit den Gesteinsformationen und den saisonalen Wasserlauf weitergeben. Diese mündliche Überlieferung prägt bis heute die Art, wie Bergsteiger die unterirdische Landschaft wahrnehmen und nutzen.
Der Besuch erfordert spezialisierte Ausrüstung für Höhlenklettern und Führung durch erfahrene Höhlenführer, um die Engpässe und tiefen Schächte sicher zu bewältigen. Die Vorbereitung auf körperlich anspruchsvolle Bedingungen und technische Fähigkeiten ist für diesen Ort unerlässlich.
Die Höhle hat ein aktives Erosionssystem, bei dem das Schmelzwasser von Schnee durch unterirdische Kanäle fließt und die Gänge ständig umgestaltet. Dieser fortlaufende Prozess bedeutet, dass die Höhle sich langsam, aber merklich mit den Jahren verändert.
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