Ghoufi, Archäologische Stätte in der Provinz Batna, Algerien
Ghoufi ist eine archäologische Stätte mit sechs erhaltenen Dörfern, die entlang von Felswänden im Aures-Gebirge liegen: Hitesla, Idharene, Ath Mimoune, Ath Yahia, Ath Mansour und Taouriret. Der Canyon erstreckt sich etwa vier Kilometer weit und zeigt senkrechte Klippen von etwa 200 Metern Höhe entlang des Abiod-Flusses.
Die Siedlung geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als das Volk der Chaouia mehrstöckige Häuser direkt in die Felswände der Aurès-Berge baute. Diese Form der Behausung bot Schutz vor rauen Wetterbedingungen und ermöglichte die Nutzung der schwierigen Berglandschaft.
Die traditionelle Berber-Architektur nutzt Naturstein, regionales Bindematerial und Palmenstämme für mehrstöckige Wohnbauten, die taqliaths genannt werden. Beim Erkunden sehen Besucher, wie die Gebäude perfekt in die Felswände eingepasst sind und von Generation zu Generation angepasst wurden.
Der Ort ist über gekennzeichnete Wege erreichbar, die die sechs Dörfer miteinander verbinden. Besucher sollten sich auf unebenes Gelände, steile Treppen und wechselnde Lichtverhältnisse vorbereiten, besonders wenn sie die dunklen Innenräume der alten Häuser erkunden.
Die Felswände zeigen deutlich sichtbare geologische Schichten, die die Erdgeschichte der Region offenbaren. Besonders beeindruckend ist, dass Menschen in diesen Höhlenwohnungen bis in die 1970er Jahre lebten und die Räume damit ihre volle Funktion bewahrten.
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