Tighennif, Archäologische Stätte im Nordwesten Algeriens
Tighennif ist eine archäologische Fundstelle in Nordwestalgerien, an der Schichten aus grauem Ton und Sand Überreste von längst ausgestorbenen Tieren wie Flusspferden, Nashörnern und Raubtieren bewahrt haben. Die Ablagerungen stammen aus einer Zeit vor hunderten von Jahrtausenden und geben Aufschluss über die antike Umgebung und die dort lebenden Organismen.
Das Ausgrabungen zwischen 1954 und 1956 brachten drei menschliche Unterkieferknochen von Homo erectus zutage, die etwa 700.000 Jahre alt sind. Diese Funde zählen zu den ältesten Homo-erectus-Fossilien Nordafrikas und zeigen, dass frühe Menschen bereits in dieser Region lebten.
Die in Tighennif gefundenen Steinwerkzeuge zeigen fortschrittliche Herstellungstechniken, einschließlich der Kombewa-Methode zur Herstellung von Spaltgeräten und großen Schabern.
Die Ausgrabungsstätte liegt etwa 20 Kilometer östlich von Mascara und ist leicht erreichbar. Forscher führen dort weiterhin systematische Grabungen durch, daher kann der Zugang zu bestimmten Bereichen eingeschränkt sein.
Werkzeuge an diesem Ort zeigen eine seltene alte Fertigungstechnik, die als Kombewa-Methode bekannt ist und zur Herstellung von Faustkeil und großen Kratzern verwendet wurde. Diese Handwerkstechnik offenbart das Wissen und die Geschick der frühen Menschen, die dort vor langer Zeit lebten.
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