Madauros, römische Stadt auf dem Gebiet der heutigen Statt M'Daourouch in Algerien
Madauros ist eine römische Stadt in den Hügeln Algeriens mit Ruinen aus der Antike. Die Überreste zeigen ein Theater mit Sitzplätzen für etwa tausend Menschen, Badeanlagen mit gut erhaltenen Mauern und eine große Basilika mit noch stehenden Säulen.
Madauros begann um 300 v.Chr. als Punic-Siedlung und wurde später unter Numidian-Herrschaft entwickelt. Im späten 1. Jahrhundert n.Chr. gründeten die Römer es als Colonia Flavia Augusta Veteranorum Madaurensium für pensionierte Soldaten, was es zu einem wichtigen Handelszentrum machte, bis es schließlich in der Spätantike unter Vandalen- und Byzantiner-Kontrolle verfiel.
Madauros trägt die Spuren seiner Vergangenheit als römische Kolonie für Veteranen, die sich hier niederließen und lateinische Kultur verbreiteten. Die Inschriften in den Bädern und auf Grabsteinen zeigen, wie Römer und einheimische Berber zusammenleben und ihre Überzeugungen teilen.
Die Stätte ist abgelegen und weitgehend unbebaut, was einen ruhigen Besuch ermöglicht und die Umrisse der alten Stadt leicht erkennen lässt. Der hohe Standort bietet gute Sicht auf die umliegenden Landschaften und macht es einfach, zwischen verschiedenen Bereichen der Ruinen zu navigieren.
Der berühmteste Sohn von Madauros war Apuleius, ein antiker römischer Schriftsteller, dessen Roman Der goldene Esel die Abenteuer eines Mannes erzählt, der in einen Esel verwandelt wurde. Seine Werke zeigen, wie sehr nordafrikanische Kultur und Gedanken das römische Leben beeinflussten.
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