Villa Abd-el-Tif, Maurische Villa in Algier, Algerien.
Villa Abd-el-Tif ist eine Villa im maurischen Stil auf einem Hügel in Algier mit Blick auf das Mittelmeer. Die Fassade ist mit Kacheln verkleidet und mit geschnitzten Stuckdekorationen versehen, während das Innere offene Innenhöfe und Bögen umfasst.
Das Gebäude wurde 1907 gegründet, um Künstlern, die Preise bei den Pariser Salons gewonnen hatten, einen Aufenthalt in Nordafrika zu ermöglichen. Nach der Unabhängigkeit Algeriens 1962 wurde die Funktion als Künstlerresidenz eingestellt und das Gebäude in eine Verwaltungsnutzung überführt.
Die Villa war jahrzehntelang Treffpunkt für Maler, die vor Ort Licht und Farben Nordafrikas in ihren Werken festhielten. Heute beherbergt das Gebäude Teile der algerischen Verwaltung, doch die dekorativen Innenräume mit ihren gefliesten Böden und stuckverzierten Bögen sind noch sichtbar.
Das Gebäude dient heute als Verwaltungszentrum, daher ist der Zugang zu bestimmten Bereichen möglicherweise eingeschränkt. Da es auf einem Hügel liegt, sollte man einen kurzen, aber steilen Aufstieg einplanen, um dorthin zu gelangen.
Die Residenz war für ihre Zeit ungewöhnlich, da die Künstler ohne einen ständig anwesenden Direktor arbeiteten, was ihnen eine Freiheit gab, die in anderen staatlich geförderten Residenzen kaum zu finden war. Dieses Modell galt als Vorbild für spätere Künstlerresidenzen außerhalb Frankreichs.
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