Kloster Notre-Dame de l’Atlas, Trappistenkloster in Tibhirine, Algerien
Das Kloster Unserer Lieben Frau vom Atlas ist ein Steingebäude in den Atlasbergen, das sich über mehrere Ebenen erstreckt und eine Kapelle, Wohnquartiere und landwirtschaftliche Strukturen enthält. Die Anlage ist von gestuften Gärten umgeben, die zur Selbstversorgung der Gemeinschaft beitrugen.
Das Kloster wurde 1938 gegründet und setzte die Tradition der Abtei von Staoueli fort, wodurch eine Stätte der katholischen Präsenz in Algerien entstand. Es spielte diese Rolle bis zu den tragischen Ereignissen von 1996, die das Leben der Gemeinschaft drastisch veränderten.
Die Mönche pflegten enge Beziehungen zu den lokalen muslimischen Bewohnern durch Landwirtschaftstraining, medizinische Versorgung und regelmäßige Treffen an den Klostertoren. Diese alltägliche Zusammenarbeit prägte das tägliche Leben in der Region und zeigte eine gelebte Koexistenz zwischen den Gemeinschaften.
Der Zugang zum Kloster erfordert besondere Genehmigungen von religiösen Behörden, da die Anlage unter der Obhut der Chemin Neuf Community steht. Besucher sollten vorab arrangieren und mit längeren Wartezeiten rechnen, wenn sie das Gelände besichtigen möchten.
Das Klostergelände ist die Grabstätte von sieben Trapistenmönchen, die 1996 während des Algerischen Bürgerkriegs entführt und getötet wurden. Diese Stätte wird heute als Gedenkort bewahrt und erinnert an die Opfer dieser tragischen Zeit.
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