Kiek in de Kök, Kanonenturm in Vanalinn, Estland
Kiek in de Kök ist ein Wehrturm mit etwa 38 Metern Höhe und 4 Meter dicken Mauern, der 1475 in der Tallinner Altstadt errichtet wurde. Das Bauwerk zeigt an seiner Außenseite Kanonenkugeln aus Kämpfen des 16. Jahrhunderts und verbindet mehrere alte Befestigungen unterirdisch miteinander.
Der Turm wurde 1475 als Teil des Verteidigungssystems von Tallinn erbaut und trägt seinen Namen nach der deutschen Sprache: "in die Küche schauen", weil die Wachen von hier aus in nahegelegene Häuser sehen konnten. Während des 16. Jahrhunderts erlitt der Turm mehrfach Beschuss, was heute noch an den sichtbaren Spuren in den Mauern erkennbar ist.
Der Turm ist heute ein Museum, das vier mittelalterliche Befestigungen durch unterirdische Gänge verbindet und zeigt, wie Menschen in dieser Zeit lebten und arbeiteten. Die Ausstellungen erzählen von der Rolle des Ortes im Alltag der Stadt.
Der Zugang ist normalerweise von Dienstag bis Sonntag möglich; die Öffnungszeiten ändern sich je nach Jahreszeit, mit längeren Stunden im Sommer. Es ist ratsam, Treppen erwartet zu haben, da der Turm mehrere Ebenen mit Ausstellungen hat und enge, alte Wege führen.
Im Inneren sind mehrere Etagen mit Ausstellungen vorhanden, darunter auch erhaltene Wohnräume aus der Zeit um 1760, als der Turm als Wohngebäude genutzt wurde. Diese Räume geben einen seltenen Einblick in den Alltag der Menschen, die dort lebten.
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