Vanalinn, Mittelalterliches Viertel in Tallinn, Estland
Vanalinn ist ein mittelalterliches Stadtviertel in Tallinn mit zwei unterschiedlichen Bereichen: die Unterstadt mit Wassergräben und alten Mauern sowie die Oberstadt auf dem Toompea-Hugel mit einer Burg. Die Strassen sind eng und gewunden, die Hauser stehen dicht beieinander, und uberall finden sich Kirchen, Kaufmannshäuser und alte Handwerkstatten aus mehreren Jahrhunderten.
Das Gebiet wurde 1219 von danischen Kraften unter Konig Valdemar II. erobert und eine neue Burg auf dem Toompea-Hugel errichtet. Uber die folgenden Jahrhunderte entwickelte sich das Viertel zu einem wichtigen Handelsplatz mit Kaufleuten aus verschiedenen Landern, die die Stadt mit ihren Groshauptquartieren prägten.
Der Handelsplatz zeigt noch heute, wie Kaufleute und Zunftmitglieder das Leben prägten - die engen Gassen und Bürgerhäuser erinnern an ihre Bedeutung für die Stadt. Man sieht überall die Spuren dieser Handwerkstraditionen in der Architektur und in den Gebäuden, die bis heute als Läden und Werkstätten genutzt werden.
Die Erkundung erfordert bequemes Schuhwerk, da die kopfsteingepflasterten Strassen uneben sind und viele Steigungen auf dem Weg zur Oberstadt zu bewaltigen sind. Der beste Ausgangspunkt ist der Rathausplatz in der Unterstadt, von wo aus alle wichtigen Gebäude und Wege leicht zu erreichen sind.
Zwanzig erhaltene Verteidigungstürme stammen aus dem Jahr 1265 und sind durch etwa 2,4 Kilometer alter Festungsmauern miteinander verbunden, die bis heute das Viertel umgeben. Diese Fortifikationen sind nicht nur funktionale Bauwerke, sondern prägen das Erscheinungsbild des gesamten Distrikts und bieten an vielen Stellen überraschende Ausblicke auf die Stadt.
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