Tor am Langen Domberg, Mittelalterlicher Torturm in Altstadt, Estland.
Der Pikk jalg Gatterturm ist eine Steinstruktur aus dem 14. Jahrhundert, die Teil der ursprünglichen Befestigungsmauern von Tallinn ist und den Zugang zur mittelalterlichen Stadt kontrollierte. Das Bauwerk zeigt die typischen Merkmale baltischer Wehrtürme mit dicken Mauern und einer Toranlage, die Angreifer verlangsamen sollte.
Die ursprungliche Holzkonstruktion wurde um 1380 durch eine Steinstruktur ersetzt, als Tallinn seine Verteidigungsanlagen verstarkte. Diese Umgestaltung war Teil einer großeren Kampagne zur Modernisierung der Stadtmauern gegen wachsende militarische Bedrohungen.
Das Tor war lange Zeit das Haupttor für den Handel und den Austausch mit der Außenwelt und prägt bis heute das Verständnis der Menschen für die mittelalterliche Stadt. Bewanderer können in den engen Gassen um das Tor herum die Wege nachvollziehen, die Kaufleute und Reisende Hunderte von Jahren lang gegangen sind.
Die Brama ist leicht zu Fuß vom Zentrum der Altstadt aus erreichbar und gehört zu einem zusammenhangenden Netzwerk von Mauern und Türmen, das man erkunden kann. Es ist hilfreich, mit dem Verstandnis zu beginnen, dass man hier in einen stark zerklüfteten Bereich mit engen Straßen und Treppen eintritt.
Der Name Pikk jalg bedeutet wörtlich Langes Bein und bezieht sich auf die lange steile Straße, die vom Tor aufwarts führt und zum alten Tor hin hinuntergeht. Diese Bezeichnung war unter Einheimischen verbreitet und wird heute noch verwendet, um diese Gegend und ihre ikonische Struktur zu beschreiben.
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