Stenbockhaus, Neoklassizistisches Regierungsgebäude in Altstadt, Estland.
Das Stenbock House ist ein klassizistisches Gebäude auf dem Toompea-Hügel und dient heute als Amtssitz der estnischen Regierung. Die Fassade wird durch sechs Pilaster aus Dolomit geprägt und die Rückseite des Bauwerks öffnet sich zu einer Terrasse mit dorischen Säulen.
Der Bau des Hauses begann 1787 auf Initiative von Graf Jakob Pontus Stenbock und diente unter der russischen Herrschaft als Gerichtsgebäude. Nach der estnischen Unabhängigkeit wurde es 2000 zur Regierungszentrale umfunktioniert.
Das Gebäude war lange das Zentrum der lokalen Rechtsprechung und symbolisiert die Kontinuität zwischen der zaristischen Zeit und dem modernen Estland. Heute zeigt seine Nutzung als Regierungssitz, wie sehr sich die politische Rolle des Ortes gewandelt hat.
Das Gebäude steht unter Schutz und ist nicht frei zugänglich, da es als aktiver Regierungssitz genutzt wird. Besuche sind nur nach vorheriger Vereinbarung und unter strikten Sicherheitskontrollen möglich.
Der Standort auf Toompea war bereits in mittelalterlichen Zeiten ein Machtzentrum, lange bevor dieses spezifische Gebäude errichtet wurde. Die Kontinuität des Ortes als Sitz von Autorität ist daher fast tausend Jahre alt.
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