Narva bastions, Befestigungssystem aus dem 17. Jahrhundert in Narva, Estland.
Die Narva-Bastionen sind ein Verteidigungssystem aus sieben steinernen Festungsanlagen, die um die Stadt herum angeordnet sind und bis heute teilweise erhalten sind. Jede Bastion verfügt über dicke Mauern, unterirdische Gänge und Kammern, die der Verteidigung dienten.
Der schwedische Ingenieur Erik Dahlberg plante diese Befestigungen zwischen 1682 und 1704 als Schutzwall zwischen Schweden und Russland. Das System war ein fortgeschrittenes Beispiel der europäischen Festungstechnik seiner Zeit.
Die Namen der Bastionen wie Victoria und Fortuna stammen aus der schwedischen Militärzeit und spiegeln Ideale wider, die man auf Steintafeln und in den Inschriften der Mauern erkennt.
Der restaurierte Bastionviktoria mit seinen freigelegten Kasematten und Pulverlagern ist für Besucher zugänglich und zeigt die ursprüngliche Verteidigungsstruktur. Es ist empfehlenswert, bequemes Schuhwerk zu tragen, da die Wege über unebenes Gelände führen.
Die Bastionenanlagen sind mit einem Netzwerk von etwa 1,5 Kilometern unterirdischen Passagen verbunden, die Soldaten bei Belagerungen Schutz und Bewegungsfreiheit boten. Diese Tunnelsystem bleibt größtenteils verborgen, aber in einigen Abschnitten können Besucher einen Blick auf diese verborgene Infrastruktur werfen.
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