Bunker at the bottom of hell, Bunker in Estland
Der Bunker am Grund der Hölle ist ein kleines, einfaches Bauwerk aus Holz und Blättern in Südestland, das als Kommandozentrale für Waldbrüder diente. Der Bau verfügt über zwei Eingänge, sechs einfache Schlafplätze, einen funktionsfähigen Ofen zum Heizen und Kochen sowie einen Tunnel, der den Haupteingang mit dem Fuß des Hügels verbindet.
Der Bunker wurde 1944 von den Brüdern Jaan und Evald Sova erbaut, um Unterschlupf vor sowjetischen Sicherheitskräften zu bieten, nachdem die Sowjetunion die Kontrolle über Estland zurückgewonnen hatte. Die Waldbrüder kämpften bis in die 1950er Jahre, wobei einige Gefechte noch bis 1978 stattfanden, während die Sowjetunion private Bauernhöfe zwangsweise in Kollektivfarmen umwandelte und Tausende deportierte oder tötete.
Der Bunker trägt den estnischen Namen Põrgupõhja, was "Grund der Hölle" bedeutet und die Tiefe und Ernsthaftigkeit des Verstecks widerspiegelt. Für Einheimische und Besucher ist dieser Ort ein Symbol für die Widerstandskraft estnischer Familien, deren Frauen und Töchter den kämpfenden Waldbrüdern Essen, Unterkunft und Hoffnung brachten.
Der Bunker liegt in Ennukse, Raassilla Dorf, im Viljandi County in Südestland und ist das ganze Jahr über täglich zugänglich für Besucher. Das Gelände ist einfach strukturiert ohne moderne Annehmlichkeiten, daher sollte man mit unbefestigten Wegen, Waldumgebung und einfachen Bedingungen rechnen.
Der Bunker wurde nicht unter der Erde gegraben, sondern in einem hügeligen Gelände gebaut, um durch natürliche Erhebungen verborgen zu bleiben. Diese ungewöhnliche Bauweise nutzte die Topografie des Waldes, um die Struktur für sowjetische Suchteams unsichtbar zu machen und die Waldbrüder besser zu schützen.
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