Suezkanal, Schifffahrtskanal im Isthmus von Suez, Ägypten.
Der Suezkanal ist eine künstliche Wasserstraße in Ägypten, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und dabei eine Länge von 193 Kilometern durch die Wüste des Isthmus erreicht. Die Passage kommt ohne Schleusen aus, da beide Meere auf gleicher Höhe liegen, und die Fahrrinne erreicht an den tiefsten Stellen etwa 24 Meter.
Der französische Diplomat Ferdinand de Lesseps begann 1859 mit dem Bau der Wasserstraße, die nach zehn Jahren intensiver Arbeiten im November 1869 eröffnet wurde. Mehrere Erweiterungen in den folgenden Jahrzehnten erlaubten den Durchgang immer größerer Frachtschiffe und veränderten die weltweite Seefahrt grundlegend.
Auf der Strecke begegnen sich täglich Seeleute aus allen Erdteilen, die ihre Waren durch ägyptische Gewässer transportieren. Häfen entlang der Route haben sich zu Drehscheiben entwickelt, wo sich maritime Traditionen aus drei Kontinenten überschneiden und die Besatzungen während der Durchfahrt kurze Pausen einlegen.
Die Durchquerung verkürzt die Seereise zwischen Europa und Asien um 7000 Kilometer im Vergleich zur Umrundung Afrikas über das Kap der Guten Hoffnung. Wer die Route beobachten möchte, findet entlang der Ufer einige zugängliche Punkte, von denen aus man die vorbeifahrenden Schiffe sehen kann.
Durch die Wasserstraße fahren jeden Tag mehr als 50 Frachtschiffe in beiden Richtungen, wodurch etwa zwölf Prozent des weltweiten Handels über diese Passage abgewickelt werden. Bei starker Nachfrage bilden sich manchmal lange Warteschlangen an beiden Enden, was zu mehrtägigen Verzögerungen führen kann.
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